Petition zur De-Institutionalisierung im Behindertenbereich der Steiermark
Der Verein Achterbahn Steiermark unterstützt die Petition des Grazer Beirats für Menschen mit Behinderung zur De-Institutionalisierung im Behindertenbereich der Steiermark.
Werde auch Du aktiv und sende diese Petition oder eine entsprechende Unterschriftenliste an die Abgeordneten zum Landtag Steiermark.
Der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bemängelt in seinen abschließenden Bemerkungen zum kombinierten zweiten und dritten periodischen Bericht Österreichs vom 4. September 2023 ausdrücklich die Vernachlässigung der UN-BRK durch die Landesregierungen. Die Forderungen gründen sich auf die Artikel des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK), auf die UN-Leitlinien zur De-Institutionalisierung sowie auf die Wünsche der Menschen mit Behinderungen in Graz, selbständig und selbstbestimmt leben zu können wie andere Menschen auch. Die derzeitigen Wohn- und Arbeitsformen in Sondereinrichtungen sind nicht UN-Konventions-konform.
Nach wie vor wohnen und arbeiten in Graz und der Steiermark viele Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Oftmals leben 8 bis 12 Menschen im vollzeitbetreuten Wohnen zusammen, werden mit dem Behinderten-Transport in die Behinderten-Werkstätten gebracht und nach ihrer Arbeit wieder zurückgeführt. Unternehmungen finden meist in Gruppen statt. Damit gibt es kaum Kontakt zur Außenwelt.
Mit der betreffenden Petition soll ein Prozess der Veränderung in Gang gesetzt werden, in den Betroffene, Trägervereine und Selbstvertreter:innen mit ihren Anliegen und Wünschen eingebunden werden. Ziel ist, dass sie in Zukunft selbstbestimmt entscheiden können, in welcher Form sie leben, arbeiten und wohnen möchten. Dabei muss das Rad nicht neu erfunden werden, denn es gibt bereits weltweit positive Beispiele dafür!
Die Petition wurde vom Verein Achterbahn an die Abgeordneten zum Landtag Steiermark übermittelt.
(Foto Startseite: © Masjid Maba)